Silas & Yvonne

Unser Weg

Wir reisen mitte Dezember 2018 von der Schweiz über Paraguay für zweieinhalb Jahre nach Peru. Im peruanischen Tiefland, im kleinen Missionsdorf Cashibo, werden wir einen Missionseinsatz für das Missionswerk indicamino machen.
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In unserem Blog gibt es regelmässig Informationen und Neuigkeiten von uns.
Wir freuen uns wenn auch wir von euch etwas vernehmen.

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Silas Bargen
Yvonne Bargen

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Freitag, 15. Januar 2021 - 14:03 Uhr
2021

Wir hoffen, dass ihr 2020 gut abschliessen konntet und mit neuer Kraft ins 2021 gestartet seid. Wir verbrachten einige schöne Ferientage, welche wir hauptsächlich am oder auf dem See verbracht haben. Es ist herrlich am morgen früh aufzustehen um das Frühstück auf dem See, im Missionsboot oder im Kanu, umgeben von Bäumen und Tiergeräusche zu geniessen. Wir konnten den Alltag etwas hinter uns lassen und die Festtage geniessen.
Nun stehen wir wieder mitten in der Arbeit. Für Silas ist die Arbeit während den Ferien auch nicht weniger geworden und steht wieder voll in seinen Projekten. Wir erwarten einige Praktikanten, welche unter anderem auch Silas unterstützen werden. Wir hoffen und beten, dass es für sie möglich sein wird zu kommen und das dies nicht wieder durch die Pandemie verhindert wird.
Auf der Krankenstation sind wir weiterhin mit administrativer Arbeit beschäftigt. Weiterhin arbeiten wir an Unterrichtsmaterialien und versuchen eine Planung für einen möglichen Studienblock zu machen. Wir wissen noch nicht, ob es aufgrund von Covid-19 möglich sein wird einen Studienblock durchzuführen und bitten um Weisheit, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Dienstag, 22. Dezember 2020 - 21:27 Uhr
Atsakus

Ich (Yvonne) schreibe euch etwas über das Dorf Atsakus in welchem ich zwei Wochen verbracht habe.
In Atsakus leben ca. 120 Haushalte er ethnischen Gruppe Awajun. Das sind ungefähr 600-700 Personen inklusiv Kinder. Sie sprechen mehrheitlich ihre Muttersprache Awajun.
In vielen Häusern ist der Wohn- und Schlafbereich mit Holzbrettern oder Schilfrohr ähnlichen Stangen - zugemacht. In den Häuser leben mehrere Generationen zusammen, sie kennen praktisch keine Privatsphäre. Die Wäsche und das Geschirr werden vorwiegend im Fluss gewaschen. In Atsakus gibt es eine Strom- und Wasserversorgung, welche vom Staat errichtet wurde. So hat es im Dorf verteilt einige Wasseranschlüsse im Freien. Wer so einen Wasserhahn in der Nähe des Hauses hat, benutzt diesen für den Abwasch und den täglichen Gebrauch.
Bei einem Besuch erlebte ich die Einfachheit der Menschen dort. Das Haus einer Familie war noch im Bau. Es wäre für uns undenkbar, in einem «Rohbau» zu wohnen, aber für sie schien es kein Problem zu sein. Das hohe Palmblätterdach stand nur auf ein paar Pfosten, und Wände hatte das Haus noch keine. In der Mitte der Dachkonstruktion stand das Familienbett, welches durch aufgehängte Plastikplanen ein wenig vor neugierigen Blicken abschirmt. Die Hühner und die kleinen Küken fühlten sich jedoch ganz wohl auf dem Bett. Die Kleider hingen etwas unordentlich an einer Garderobe, aber auf jeden Fall im frischen Wind. Am Baum neben dem Haus angebunden grunzt ein Schwein vor sich hin. Die Küche war unter einem separaten Blätterdach neben dem Haus eingerichtet: Mit einer Feuerstelle am Boden, ein Regal aus Brettern für die Lebensmittel, ein Tisch und zwei einfache Bänke zum Sitzen.
Atsakus hat wie jedes indigene Dorf einen Dorf-Chef welche man überall «Apu» nennt. Dieser informiert jeweils das ganze Dorf über Lautsprecher morgens um 05:00 Uhr über mehr oder weniger wichtige Sachen. Er ist sozusagen der Wecker des Dorfes. Für mein Geschmack «klingelt» er jedoch definitiv zu früh. Wenn dann noch laute Musik durch den Lautsprecher dröhnt, geht es für mein Verständnis definitiv zu weit. Das ist eben Kulturrelevanz.
Ich verbrachte eine spannende und lehrreiche Zeit in Atsakus und wenn jemand gerne noch mehr erfahren möchte, der kann sich bei mir melden, so sende ich euch den Rundbrief noch nach.

Donnerstag, 12. November 2020 - 20:47 Uhr
Silas'Werkstatt

Die Covid19-Situation hat positive und auch negative Effekte auf meine Arbeit. Es gibt keine grundsätzliche Veränderung in meiner Arbeit, doch es verändert sich mehr die Art und Weise wie sie gemacht werden muss.
Einerseits fehlen uns die Praktikanten, die wir normalerweise zur Hilfe hätten, anderseits ist es momentan sehr schwierig externe Arbeiter anzustellen. Da wir auch im Missionarsteam Veränderungen durchmachten, viele wertvolle Mitarbeiter verabschiedet haben, sind wir auch im praktischen Bereich sehr reduziert. Dies bringt gewisse Nachteile mit sich, für mich jedoch auch gewisse Vorteile. So kann ich flexibel im Unterhalt der Missionsstation mithelfen, da auch in diesem Bereich unser peruanischer Missionar Jhilver Solsol oft Hilfe braucht. Diese Abwechslung liebe ich, und es macht mir auch grossen Spass, draussen körperliche Arbeit zu verrichten. Mit Jhilver verstehe ich mich sehr gut, und wir können uns in unseren Arbeitsbereichen gut unterstützen und ergänzen.
Die Vorteile, die das mit sich bringt, sind gleichzeitig auch die Nachteile, denn wenn ich in anderen Bereichen unterstütze, bleibt die eigene Arbeit liegen. Nur schon kleine Projekte können sich so enorm in die Länge ziehen, oder kleine Arbeiten werden zu lange herausgeschoben. Es braucht immer wieder viel Flexibilität von allen Beteiligten.

Im Oktober konnte ich für die Nachbarmission der amerikanischen SAM (South American Mission) eine Krankenbare anfertigen. Ihre prinzipielle Beschäftigung ist die Fliegerei im Urwaldgebiet mit kleinen Flugzeugen bis maximal 7 Sitzen. Die letzten Monate machten sie viele Notfallflüge mit Verletzten, Kranken oder auch Covid19-Patienten. Dafür brauchten sie eine Krankenbare, die schmal genug ist, um zwischen Sitz und Flugzeugwand zu passen. Ich konnte ihnen eine Krankenbare aus Holz machen, die den Anforderungen entspricht.
Bei all den verschiedenen Arbeiten, die ich machen darf, bin ich Gott enorm dankbar für alle Bewahrung, welche wir wirklich brauchen!

Mittwoch, 26. August 2020 - 23:19 Uhr
Pucallpaleben

Liebe Blogleser

Die Trockenzeit ist am durchstarten und die Natur fängt an gelblich/bräunlich zu werden. Nicht ganz so wie im Herbst in der Schweiz, aber doch erinnert es uns etwas daran, denn es liegt auch viel Laub herum.

Valeria die andere Krankenschwester und ich konnten in einer Klinik eine Spende abgeben. Silas hat ja anfangs März einige Infusionsständer gemacht welche ans Krankenhaus gespendet wurden. Diesmal brachten wir Schutzmaterial und Anderes fürs neue Covid19-Zentrum in Pucallpa.

Wir haben hier keine Quarantäne mehr. Aber dafür etliche Vorschriften und Massnahmen.
In der Stadt tragen alle Masken und vor den grösseren Einkaufszentren wird einem die Temperatur gemessen und Hände desinfiziert. Vor den kleineren Läden in der Stadt, steht überall Desinfektionsmittel und Wassereimer herum, um sich die Hände zu waschen. Am Boden vor den Kassen sind Kleber in einem Abstand von 1,5/2meter aufgeklebt um anzuzeigen wo man sich hinstellt um mit Abstand anzustehen. Einige Läden bedienen einem nur von aussen und halten ihre Gitter-Tore geschlossen. Vor den Banken gibt es lange Menschen-schlange welche den Abstand knapp einhalten.
Um Kleider kaufen zu gehen muss man sich der Kleidergrösse bewusst sein, den die Umkleidekabinen sind geschlossen, anprobieren gibt es nicht, und wenn, dann über die Kleidung welche man trägt und das mitten im Laden
Wir vermissen das "Eis-essen-gehen" oder in ein "Kaffi" zu sitzen nach unseren Einkäufen. Ja, das leben in der Stadt vorne, hat sich doch etwas geändert.

Es geht uns soweit gut und wir danken fürs an uns denken, wir grüssen euch herzlich und wünschen Gottes Segen!



Dienstag, 16. Juni 2020 - 18:29 Uhr
...Quarantäne...

Unsere Quarantäne geht weiter...
Weiterhin gelten die meisten einschränkenden Massnahmen, auch wenn gewisse Institutionen wieder öffnen dürfen.
Leider halten sich viele nicht an die Massnahmen und so steigen auch die Zahlen von Covid-19 Patienten in Pucallpa.

Uns hier in Cashibo geht es soweit gut. Nachwievor haben wir keine Studenten. Nur eine Familie welche aber für eine Ausbildung in der Viehzucht hier ist. Seine Frau wollte gerne lernen wie man Häkelt. So habe ich mit ihr angefangen zu häkeln. Aller Anfang ist schwer; sie ist Linkshänderin und ich rechts. Eine Herausforderung, welche wir aber zusammen meistern konnten😊

Silas hat alle Hände voll zu tun in der Schreinerei. Ab und zu kann ich ihm dabei auch helfen und somit lernen wie man z.B. eine kleine Handfräse benutzt. In der Druckerei stellen wir die Unterrichtsmaterialien selbst her, da braucht es welche die kopieren, die Löcher vorlochen und dann alles zusammenheften. Es macht mir spass, in etwas andere Bereiche hineinzuschauen und so verschiedene Arbeiten zu Unterstützen.

Silas und Peter (ein anderer Missionar) haben Infusionsständer geschreinert und mit einem Team von Frauen, haben wir diese mit Bibelversen beschrieben. Die Infusionsständer werden nun für die Covid-19 Patienten in Pucallpa gebraucht, da dieses Krankenhaus nicht genügend Infusionsständer hatte.

Danke für eure Gebete

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